Essenziell: Schulen

Die Menschen in der Schweiz sind nicht besser als anderswo. Es ist auch Glück, zum Beispiel mit den Schulen.

Vor etwa 500 Jahren befahlen viele Herrscher in der Schweiz ihren Untertanen, lesen zu lernen. Der Grund dafür war weniger Weitsicht als die damalige Spaltung der christlichen Kirche.

Seit ein paar Jahrhunderten beherrschte diese Kirche mit dem Papst in Rom an der Spitze auch die Schweiz. Viele Herrscher wollten das nicht mehr, nahmen der Kirche ihre Klöster, Ländereien und Rechte ab und schufen eine neue Kirche, in der niemand mehr zwischen Gott und den Menschen stand.

Um aber Gott kennenzulernen, mussten die Menschen die Bibel, das Buch der Christen, lesen können. Deshalb befahlen die Herrscher ihren Untertanen, nach dem Gottesdienst noch in die Schule zu gehen – und die Mädchen durften vielerorts auch mitmachen, weil sie sorgfältiger arbeiteten als die Knaben.

Mit der Zeit merkten die Herrscher in der Schweiz dann, wie wertvoll es war, wenn die Menschen gebildet waren. Und vor etwa 200 Jahren gab es schliesslich praktisch überall kostenlose Schulen für alle Kinder und Jugendlichen – und die Staaten der Schweiz, die Kantone, waren stolz auf diese Schulen und wetteiferten miteinander.

Inzwischen ist zwar in der Schweiz nicht mehr allen bewusst, wie wichtig gute Schulen sind. Doch wenn es Abstimmungen gibt, stellen sich doch die meisten hinter die Schulen, die vom Kindergarten bis zu den Universitäten kostenlos sind.

Wenn es also in Euren Regionen keine kostenlosen, guten Schulen gibt, kann es nicht gut werden.

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3 Antworten auf „Essenziell: Schulen“

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